 
{"id":2,"date":"2024-04-19T14:09:29","date_gmt":"2024-04-19T12:09:29","guid":{"rendered":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/?page_id=2"},"modified":"2025-02-19T09:45:01","modified_gmt":"2025-02-19T08:45:01","slug":"inklusionsforschung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/","title":{"rendered":"Inklusion und Exklusion an Orten des p\u00e4dagogischen Handelns"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Arbeitstagung der DGfE AG Inklusionsforschung in Siegen \u2013 4. bis 5. Juli 2025<br>\u201eInklusion und Exklusion an Orten des p\u00e4dagogischen Handelns\u201c<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der 8. Arbeitstagung der AG Inklusionsforschung geht es um die Frage, wo der Diskurs um das Verh\u00e4ltnis Inklusion\/Exklusion in erziehungswissenschaftlich relevanten Orten des p\u00e4dagogischen Handelns steht, auf welche Weise er gef\u00fchrt oder vielleicht auch nicht gef\u00fchrt wird. Orte des p\u00e4dagogischen Handelns lassen sich sehr breit denken und es kann diesbez\u00fcglich an eine Denkfigur angeschlossen werden, welche Michael Winkler als p\u00e4dagogische Orte konturiert: \u201eUm p\u00e4dagogische Orte geht es, wenn von Milieu, von Raum, von Feld und sogar von einer Situation die Rede ist, endlich eben von dem Zusammenhang einer B\u00fchne mit einem Zuschauerraum. Alle diese Ph\u00e4nomene gehen mit einer \u201aVerortung\u2018 von Personen in einem Raum einher\u201c (Winkler 2009, S. 581*).<\/p>\n\n\n\n<p>Orte des p\u00e4dagogischen Handelns spielen insbesondere im Kontext von inter- und transdisziplin\u00e4ren Fragestellungen eine zentrale Rolle, manifestieren sich disziplin\u00e4re Blickrichtungen und Deutungshoheiten doch ma\u00dfgeblich in spezifischen Zu- oder Verortungen von Situationen und Personen. Umgekehrt sind Praktiken der Zu- und Verortung f\u00fcr die analytische Betrachtung p\u00e4dagogischer Orte von zentraler Bedeutung. R\u00e4ume sind dabei in einem erweiterten Verst\u00e4ndnis zu interpretieren, so dass etwa auch Sozialr\u00e4ume, Institutionen, Organisationen oder Materialit\u00e4ten eine Rolle spielen k\u00f6nnen. Die Person-Raum-Relation verweist aber auch auf die Einbettung sowohl von Orten des p\u00e4dagogischen Handelns als auch von darin verorteten Personen in krisenhafte gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse und deren (Nicht-)Bearbeitung. Dies fungiert zugleich als ein zentraler Topos von Inklusion und Exklusion, indem es um die gesellschaftlichen Erm\u00f6glichungsr\u00e4ume, d.h. die Person-Umwelt-Relation, geht, welche Personen zur Verf\u00fcgung stehen oder aber diesen verwehrt bleiben. Orte p\u00e4dagogischen Handelns sind also auch dahingehend in den Blick zu nehmen, wie sie sich zu den gesellschaftlichen Erm\u00f6glichungsr\u00e4umen, welche Subjekten zur Verf\u00fcgung stehen oder aber diesen verwehrt bleiben, verhalten. Ob und wie sie diese gesellschaftlichen Erm\u00f6glichungsr\u00e4ume er\u00f6ffnend gestalten oder ob sie diese nicht etwa sogar selbst (nicht-intendiert oder intendiert) verwehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausrichtung des Tagungsthemas ordnet sich ein in die thematische Agenda der AG Inklusionsforschung in der DGfE. Diese hat sich f\u00fcr die dritte Bewilligungsphase (2024\u20132027) zum Ziel gesetzt, eine Vertiefung der erziehungswissenschaftlich konturierten Relationierung von In- und Exklusion in krisenhaften gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnissen vorzunehmen. Dabei geht es insbesondere (aber nicht ausschlie\u00dflich) um In- und Exklusion in p\u00e4dagogischen Handlungsfeldern, die bislang eher weniger Aufmerksamkeit erfahren haben. Auszuloten ist daher einmal mehr, wie diese Fragen sowohl sektions- und kommissions\u00fcbergreifend als auch -intern bearbeitet werden k\u00f6nnen. Nicht zuletzt ist das inter- und transdisziplin\u00e4r ausgerichtete Tagungsthema anschlussf\u00e4hig an das Profil der Fakult\u00e4t II der Universit\u00e4t Siegen, welche mit Erziehungswissenschaft, Architektur und K\u00fcnsten bildungs-, sozial-, raum- und kunstbezogene Lehr- und Forschungsschwerpunkte vereint.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 8. Arbeitstagung der AG Inklusionsforschung an der Universit\u00e4t Siegen geht es somit insbesondere um dreierlei: Relationen von Inklusion und Exklusion<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>an (vor allem bislang wenig ber\u00fccksichtigten) Orten des p\u00e4dagogischen (bzw. p\u00e4dagogisch relevanten) Handelns (wie z.B. Felder der Sozialen Arbeit, der Berufsp\u00e4dagogik, der kulturellen und \u00e4sthetischen Bildung, bauliche Architektur, virtuelle R\u00e4ume etc.),<\/li>\n\n\n\n<li>in inter- und transdisziplin\u00e4ren Perspektiven sowie<\/li>\n\n\n\n<li>unter Ber\u00fccksichtigung (krisenhafter) gesellschaftlicher Verh\u00e4ltnisse und Erm\u00f6glichungsr\u00e4ume<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>in den Blick zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">*Winkler, M. (2009). Der p\u00e4dagogische Ort. In H. Macha, M. Witzke, N. Meder, U. Uhlendorff, C. Allemann-Ghionda &amp; G. Mertens (Hrsg.), <em>Handbuch der Erziehungswissenschaft, Band III: Familie-Kindheit-Jugend-Gender\/Umwelten<\/em> (S. 581\u2013619). Sch\u00f6ningh Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitstagung der DGfE AG Inklusionsforschung in Siegen \u2013 4. bis 5. Juli 2025\u201eInklusion und Exklusion an Orten des p\u00e4dagogischen Handelns\u201c Der 8. Arbeitstagung der AG Inklusionsforschung geht es um die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2","page","type-page","status-publish","hentry","post"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2"}],"version-history":[{"count":92,"href":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":509,"href":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions\/509"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zpe.uni-siegen.de\/inklusionsforschung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}